Sonntag, 11. Juli 2010

Outbacktour 2009 - Tag 6

Walgett zum Warrumbungle National Park - 230 km.



Der nächste Morgen beginnt für Frank und Martin früh – des Vogels wegen. Er hat die Nacht überlebt und schreit nach Futter. Im trockenen Gras und am Autokühler befindet sich genug „Material“. Außerdem müssen wir beraten, was wir nun mit unserer Reise machen. Inzwischen ist Corinna aus ihrem komatösen Schlaf erwacht. Wir sind uns alle einig, dass wir nicht bis an die Küste nach Port Macquarie fahren. Wir sind Auto-müde. Nach einem Frühstück und Katzenwäsche an unserem Wasserhahn setzen wir die Reise zu viert fort. Die massenhaft vorhandenen Fliegen liefern uns auch während der Fahrt genug Futter für das Miner-Küken: einfach Fenster auf, Fenster zu und mit der Straßenkarte die Fliegen erschlagen. Fertig.

Unsere Fahrt führt uns also statt nach Osten Richtung Süden, entlang des Castlereagh River. Wir haben uns einen (in der Karte) winzigen Nationalpark ausgesucht, von dem wir noch nie gehört hatten. Kurz hinter Walgett müssen wir sehr weit links ranfahren.



Ein Schwertransporter in Monstermaßen kommt uns entgegen – in Australien völlig normal. Der LKW transportiert eine Kippvorrichtung für einen gigantischen Lastwagen in den Minen – allein die Ladefläche ist so groß wie ein Haus. Das gibt uns die Möglichkeit das Straßenschild zu fotografieren, welches den Weg zum Städtchen „Zufällig Vorbeigekommen weist.



Die Landschaft wir wieder grüner, weite Weiden und große Bäume bestimmen das Bild. Schließlich erreichen wir Coonamble. Dort gibt es einen Zeitungsverlag, ein Tabakgeschäft und einen Supermarkt. Den nehmen wir in Beschlag, kaufen unsere neuen Vorräte für die Nacht und speisen im örtlichen Sandwichgeschäft. Da schaut es aus, als wäre die Zeit irgendwann in den 50ern stehen geblieben. Als wir am Auto ankommen, parkt ein uns bekannter Kombi direkt neben uns: Der Gitarren-Abo mit seinen Norwegerinnen. Nach einem kurzen Plausch setzen wir die Fahrt vor. Die Landschaft lässt nicht darauf schließen, dass hier etwas Schützenswertes wie ein Nationalpark lauern sollte. Etwas flau ist uns im Magen, als wir kurz vor Gulargambone auf die Straße zum Warrumbungle National Park abbiegen. Laut Straßenkarte soll sie durchgehend asphaltiert sein. Ist sie nicht. Auch gibt es viele Kreuzungen, die nicht ausgeschildert sind. Nur die großen bewaldeten Felsen sehen wir, mitten im Farmland, das dürfte es dann wohl sein. Vier Irrfahren und jede Menge dreifachen Zickenterror später erreichen wir völlig angepisst das Schild: Welcome to Warrumbungle National Park.



Wir sind sofort versöhnt. Es ist absolut traumhaft schön. Im Infocenter sagt uns die Dame, dass die tollen Wasserfälle und Bergbäche zwar momentan ausgetrocknet seien, aber dafür können wir bestimmt einen Koala sehen. Das klingt doch wunderbar. Der Hauptzeltplatz ist zwar sehr schön, aber leider sind alle schattigen Plätzchen schon belegt. Es ist unglaublich heißt. Wir bauen das Zelt irgendwo auf. Ich will derweil mal die sanitären Einrichtungen inspizieren. Als ich da ankomme trifft mich der Schlag. Und das liegt nicht an den Klos. Direkt neben dem Toilettenblock, an einen Baum gelehnt, döst ein großer dicker Koala im Schatten.



Er sitzt einfach da. Ich rufe Corinna (die natürlich wieder eine dicke Monster-Tekla vermutet). Der Koala ist nicht besonders scheu, Corinna kann sich direkt neben ihn setzten und sich fotografieren lassen. Der Koala schaut nur kurz und döst dann wieder ein. Die Stimmung ist wieder auf dem Hoch.

Corinna will kurz schlafen, Frank und ich beschließen einem kleinen Wanderpfad zu folgen. Kängurus überall. Wir laufen durch eine kleine Schlucht, die sich in ein Tal öffnet. Wahnsinn. Eine große Wiese, umrahmt von hohen Felswänden und Eukalyptus-Bäumen. Und Kängurus überall. Sie lassen sich überhaupt nicht stören.



Ich kann aus zwei Metern Entfernung eine Mutter mit ihrem Jungen im Beutel fotografieren. Null Reaktion. Wir laufen zurück, und beschließen, sofort umzuziehen. Nur den Duschblock des anderen Zeltplatzes nutzen wir – er ist erstklassig. Nachdem wir auch Corinnas Sonnenbrille im Flussbett wieder gefunden hatten, konnten wir den Tag ausklingen lassen.



Die Nacht wird mit BBQ und Karton-Wein begangen. Der Vogel schläft auf einem Ast auf dem Tisch. Es ist wunderbar.

Outbacktour 2009 - Tag 7

Warrumbungle National Park über Wollemi Pine zum Colo River - 413 km.



Am nächsten Morgen packen wir unsere Sachen. Währenddessen latscht ein Koala in alle Ruhe am Zelt vorbei und klettert auf den einzigen Nadelbaum weit und breit – den einzigen Baum, von dem er nicht fressen kann. Bevor wir weiter fahren, halten wir noch am Sanitärtrakt und wollen Duschen. Wir erwarten einen tadellos reinen Raum wie am Abend zuvor. Weit gefehlt. INSEKTOPIA! Abertausende Insekten aller Art (inklusive Monster-Teklas) bevölkern jeden Winkel des Raumes. Jeden. Wir sammeln eine große Futtertüte voll für den Vogel, setzen die Brillen ab, damit wir nichts sehen und gehen Duschen. Ich denke, das war das ekelhafteste, was ich jemals gesehen habe! Diese Erkenntnis kam sicher auch dem Mann, den wir warnten, bevor er die Dusche ging. Er schien uns draußen nicht zu verstehen…

Über viele Hügel ging es weiter. Connabarabran, Binnaway, Coolah, Merriwa bis ins Hunter Valley. Das ist eine der berühmtesten Urlaubs- und Weinregionen Australiens. Was die Touristen nicht sehen sollen, befindet sich hinter den hohen Aufschüttungen entlang der Straßen: Wenn man darüber schaut, tun sich gewaltige Mondlandschaften auf, schön versteckt und totgeschwiegen. Kohleminen bis zum Horizont.



In Bulga biegen wir vom Highway auf die Colo Road ab, einmal mitten durch den Wollemi National Park. Tiefe Schluchten, große Flüsse, endlose Regenwälder und keinerlei Ausschilderungen. Nach ewigem Herumirren und Fragen fanden wir schließlich den Zeltplatz am Colo River. Da schaut es aus wie in Thailand. Wir fahren fast allein. Zwei andere Camper – und MILLIARDEN von Fliegen. Es war schrecklich! Fliegen, überall. Sobald man auch nur eine Bewegung machte, kamen sie in Schwärmen, wir versuchten, uns so langsam wie möglich zu bewegen. Auch die Duschen waren bevölkert von allerlei Getier. Schön ist was Anderes. Dafür war die Natur der Wahnsinn. Nur für den Vogel war alles gut. Der schlummerte friedlich in seiner Kosmetik-Tasche. Und wir killen zur Feier des Tages einen weiteren Karton Rotwein.

Outbacktour 2009 - Tag 8

Heimwärts – 62km.



Den Tag lassen wir ruhig angehen, das Wetter ist wunderbar, die Fliegen lassen sich ertragen. Wir baden im Colo River, der glasklar und sehr flach ist.




Alles, was danach kommt, ist der Siedlungsbrei Sydneys. Den erreichen wir nach 20 Minuten Autofahrt. Unterwegs besorgen wir noch in einem Shoppingcenter auf der grünen Wiese (mit den Ausmaßen von Oranienburg) Futter für den künftigen Stadt-Vogel. Und das Auto muss gewaschen werden – schließlich sind wir nicht erlaubt, auf nicht asphaltierten Straßen zu fahren… Sind wir natürlich nicht. Und deshalb müssen kiloweise roten Outbackstaubs vom und aus dem Auto entfernt werden. In einer der zahlreichen Autowaschanlagen genießen wir direkt neben der Autobahn einen Kaffee, während drei Boys für 20 Dollars die Karre blitzblank putzen. Das ist westliche Dekadenz.
Willkommen zu Hause!

Samstag, 3. Juli 2010



Madame Súsì chez la Dingsbumslokal.

Montag, 28. Juni 2010

Flugwauzis

Eine kleine Demonstration der allabendlichen Flug-Show vor unserem Fenster, 4. Stock Stanley Street, Downtown Züdni...

Grose River Gorge Jump

Ein kleiner Ausflug ins Tal des Grose River [Blue Mountains / Sydney] endete zufällig grandios mit ein paar Verrückten, die meinten, es wäre eine großartige Idee, an einem dünnen Seil in die Schlucht zu springen... die Schlucht ist an dieser Stelle, dem sgnt. Hanging Rock, rund 90m tief und fällt weiter ab auf 160m...

Dienstag, 15. Juni 2010

Donnerstag, 17. Dezember 2009

WEIHNACHTSZAUBER

Allen ein wunderbar lustiges Weihnachtsfest und wenige Kopfschmerzen im neuen Jahr.

Have a funny sunny X-Mas and not too many headaches in 2010!

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Sonntag, 12. Juli 2009

Priscilla - Queen of the Desert

Bevor Roland die Flucht zurück ins gelobte Land – Europa – antreten würde, wollte er noch einmal das Outback sehen – und ich natürlich auch! Daher haben wir uns entschieden, unseren ganz persönlichen Priscilla-Trip zu veranstalten. Bewaffnet mit Kleinwagen, Zelt und Gaskocher machten wir uns auf den Weg, um das Outback New South Wales zu durchqueren. Broken Hill – wir kommen!
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Roland was about to leave Australia soon - it was clear that he has to see the Outback before. So we planned a trip through Outback NSW – and we made it! Three new Piscillas discovered the plains between Sydney and Broken Hill. With a small 2WD, tent and gas mate…



Da wir olle Trödel-Tanten sind, kamen wir nur bis Wellington, NSW, wo wir einen tollen Zeltplatz bekamen – auf einer Verkehrsinsel! Es sollte Roland‘s allererste Nacht im Zelt sein – und trotzdem es schweinekalt war, schlug er sich nicht schlecht, auch der Zeltaufbau klappte auf Anhieb! In der Waschküche bereiteten wir unser erstes Abendessen zu: Breiige Gnocci mit Spinat und Feta – lecker! Bei einem Spaziergang durch das „Städtchen“ konnten wir alle Sehenswürdigkeiten bewundern… Ja… Nichts und irgendwas und alles was dazwischen liegt… Immerhin gab es einen Kentucky schreit Ficken, sodass Roland wenigstens noch seine geliebten Aussie-Fett-Pommes bekam.
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We were pretty slow, so we just made it up to Wellington, NSW, were we got a hilarious camp ground… it was a small gassy... traffic island… The first night was cold – and it was Roland’s first night in a tent ever! But he was ambitious . The first camping dinner in the camp ground’s laundry room was amazing: Fluffy Gnocci with spinach and feta… MAHLZEIT! We discouverd the sights of the town… nothing and a bit of something and everything in between... But there was a KFC, so Roland finally got his beloved fatty chips.







Es folgten endlose Weiten. Eine endlos lange Straße. Und wieder endlose Weiten. Eigentlich ist es kaum zu glauben, dass hier irgendjemand wohnen würde… Dann erreichten wir Cobar, ein 1.000-Seelen-Nest inmitten von Nirgendwo. Wir bewunderten die Hauptattraktion des Ortes – Die „Gigantische Bierdose“…
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The journey was unbelievable: Plain, plain, plain. The road seemed endless. In Cobar, 1,000 inhabitants, we had a stop over for a coffee or two. There was so much to see: For example the „Giant Beer Can“, main sight of Cobar.





Während Roland und Frank im Café saßen, fotografierte ich die Ortschaft. Welch eine aufregende Metrople Cobar ist, veranschaulicht folgende Begebenheit: Eine Frau mit Kind, um die 5 Jahre alt, kam vorbei spaziert. Das Kind blieb sehen, zeigt mit dem Finger auf mich und schrie: „Schau Mutti, ein Fremder!“
Zurück im Café trafen wir auf ein Aussie-Paar, die ganz eindeutig nicht aus Cobar kamen. Wir schnatterten etwas, während sie noch erwähnten, dass wir unsere „Europäische Arroganz“ ablegen müssten (?!?!). Und natürlich, dass der geplanten ein/zwei Tage in Broken Hill nicht ausreichen würden – schließlich gäbe es dort soviel zu sehen – mindestens eine Woche, wenn nicht mehr, müssten wir bleiben. Und die Outback Kunstgalerien, die wir uns anschauen müssten! Das ließ doch hoffen.
Unterwegs konnten wir die seltene Australische Busch-Hexe sichten, auch querten allerlei Kangurus und Emus die Straße. Landleben pur…
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Roland and Frank were sitting inside the café, while a took photos of the „metropolis“. A woman with a child, perhaps 5 years of age, passed by. The child stopped, showed with her finger at me and screamed: „Mommy – look – a stanger!“
Back inside the café we met a man and a woman, and they definetly looked like as they were not from Cobar. They told us, we have to get rid of our „Euopean arrogance“ and how beautiful Broken Hill is, and there is so much to see! One or two days wouldn’t be enough, at leat we would have to stay fo a week! And also the amazing art galleries! We thought, it would be an interesting stay!
On our way we espyed the rarely to be seen Australian Bush Witch and heaps of kangaroos and emus crossed the road…




Auf den weiteren 600 km kam nur noch eine einzige Ortschaft, Wilcania, vor der uns alle warnten, dort nicht zu halten… Zurecht, wie es schien: Die verrotteten Häuser waren verbarrikadiert, mit hohen Wellblechzäunen umgeben und merkwürdige Gestalten bevölkerten die einzige sandige Dorfstraße. Interessanter Weise regnete es ziemlich in einer Landschaft, die sonst pfurz-trocken ist. Teilweise stand die Wüste unter Wasser! Der Boden ist hart wie Beton, daher versickert das Wasser nicht, sondern läuft in breiten Bächen durch die Landschaft – und über die Straße!
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At least 600 km to Broken Hill – and there was nothing, except the small town of Wilcania. Everyone told us, we shouldn’t stop there, and we have seen why: Crappy houses mit huge metal fences and very strange people left and right to the road… The interesting thing was, that it was raining cats and dogs. Huge parts of the desert were flooded, including the road.



Die Landschaft wurde immer trockener und flacher. Gab es zunächst noch ein paar Bäume, wurden diese immer spärlicher, schließlich gab es nur noch kleine Büsche. Diese wurden mit jeden Kilometer immer kleiner und spärlicher, bis schließlich nur noch Grasbüschel aus der roten Erde ragten. Die Endlosigkeit des Landes ist gigantisch – und wenn man’s nicht gesehen hat, können auch Worte dies nicht wiedergeben.
Und die Nacht brach herein. In Australien eine gefährlich Zeit – denn Kängurus und Emus neigen zum Suizid mittels Auto-Unfall. Doch vor Broken Hill würde nichts mehr kommen, nicht mal ein Farmhaus, also mussten wir es irgendwie durch die Finsternis schaffen.
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The landscape is strange, too: At first there were at least a few trees, but with every kilometer there are fewer trees, than bushes only, followed by nothing than dry grass and red sand.
Dusk came, and of couse that’s the most dangerous time in Australia: kangaroos und emus like to jump into cars while crossing the roads… But there was nothing before Broken Hill so we had to go on – with fear!





Zu guter Letzt erreichten wir Broken Hill ohne Unfall! Nach etwas Suchen fanden wir auch den Campingplatz und entschieden uns für eine kleine nächtliche Rundfahrt, durch die zweitgrößte Stadt des gigantischen Outbacks (ca. 15x so groß wie Deutschland) – mit 18.700 Einwohnern… Von der Abraumhalde des Bergarbeiter-Städtchens, die übrigens mitten im Zentrum liegt, hatten wir einen grandiosen Blick über die Lichter in endloser Nacht. Aber es gab auch andere interessante Dinge zu sehen….
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But we made it! We reached Broken Hill, 18,700 inhabitants, and finally found the camp ground. We had had a small trip up to the Broken Hill talus with a beautiful view over the town by night. And there were also other interesting things to see…








Am nächsten Morgen packten wir unsere Sachen. Unser nächstes Ziel, der Mungo National Park, seit 20.000 Jahren trocken, war geflutet! Nun, ja, es ist klar, wenn wir kommen, dann regnet es natürlich… Also mussten wir umplanen. Wir machten einem Stadtbummel durch die Stadt, in der es genug zu sehen gibt, um mindestens (!) eine Woche zu füllen – und natürlich bestaunten wir die großartigen Kunstgalerien … ähem… Europäische Arroganz lässt grüßen… ? Schockiert mussten wir im Café feststellen, dass Michael Jackson von uns gegangen ist – Trauer ohne Ende…
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Next morning, we planned to go to Mungo National Park – but it was flooded. The ancient lakes there have been dry for at least 20,000 years – but now, when we were there, it was raining… so we switched our plans and had a sightseeing trip though the „city center“ and it’s amazing art galleries…
In the newspaper we found in a café, we noticed that Michael Jackson passed way! How shocking…







Roland und ich wollten unbedingt ein paar echte „Priscilla“-Fotos machen. Dafür haben wir uns unterwegs schon eine Malerplane besorgt. Da wir sowieso nicht nach Mungo konnten, machten wir einen Ausflug in die UNVORSTELLBAR trockene Umgebung von Broken Hill – das ganz nebenbei auf dem einzigen Hügel im Umkreis von 600 km liegt. In der Geisterstadt Silverton fanden wir nicht nur wild lebende Esel und spektakuläre Aussichten – sondern auch ein echtes Priscilla-Auto, das die perfekte Foto-Kulisse lieferte.
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Roland an me, both of us would like to have real „Priscilla“ photos. So we already bought a huge plastic tarp. We couldn’t go to Mungo NP that day anyway, so we made a trip though the UNBELIEVABLE dry surroundings of Broken Hill. In the ghost town of Silverton there were not only wild donkeys and the most spectacular views over the plains but also the perfect spot for our photo shooting.







Als nächstes ging es zu den Skulpturen der „Lebendigen Wüste“. Das war so spektakulär wie ein umgefallener Sack Reis in China - aber die Aussichten vom Skulpturen-Plateau waren fantastisch. Außerdem gab es dort ein Pferd zu küssen, und jede Menge Kängurus, die wir ausnahmsweise auch mal aus der Nähe betrachten konnten.
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The next stop was the „Living Desert Scultures“. The most exciting thing was the beautiful landscape, the kiss of a horse and lots of kangaroos.







Am späten Nachmittag setzten wir unsere Reise fort, in der Hoffnung, dass morgen die Straßen nach Mungo wieder frei gegeben sein würden. Wir entschieden uns für den Minindee Highway, einer riesigen Sandpiste mitten durch’s Nirgendwo. Die Straße führt entlang des Darling River, dem zweitgrößten Fluss Australiens. Er schlängelt sich als kleine Modder-Lorke durch absolut trockene Landschaft. Unser Ziel für die Nacht waren die Wüstenseen nördlich von Minindee. Wir hofften, dass es dort ausnahmsweise Wasser gäbe, vielleicht sogar zelten am Ufer!? Wir sollten nicht enttäuscht werden – unter einem grandiosen Sternenhimmel am Lake Pamamaroo gab es italienischen Brot-Salat und eine illustre Nacht mit australischen Rotwein.
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In the afternoon we continued our journey, in the hope that the road to Mungo NP would be dry tomorrow. We took the Minindee Highway, a unsealed road through the middle of nowhere, following the Darling River. Our final destination for the night was Lake Pamamaroo north of Minindee. And to our suprise – there was water! Under a gorgeous sky full of stars we spent a hilarious night with italian brad salad and australian red wine.









Glücklicher Weise war die Straße nach Mungo am nächsten Morgen tatsächlich befahrbar, die Leute in Minindee [10 Häuser, ein Pub, eine Post, fünf tote Kängurus] wussten Bescheid. Wir sollten uns aber beeilen, da für den nächsten Tag wieder Regen vorher gesagt wurde. Dafür war dieser Tag umso sonniger – strahlend blauer Himmel, so blau, wie er wohl nur im Outback sein kann! Nach ewigen fahren über die Sandpiste erreichten wir Pooncarie, das „Orts“schild spricht Bände. Immerhin gab es ein nettes Café mit heißer Schokolade am Ufer des Darling River. Unterwegs machte wir noch eine kurzen Halt und Roland verspeiste seine neueste kulinarische Idee: Banane mit Nutella. Hinter Pooncarie war die Straße wieder asphalitiert, sodass wir schneller vorankamen. Bis zur Straße nach Mungo – die wiederum eine endloser Sandstreifen durch das Nichts war.
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The next morning the people in Minindee [10 houses, a pub, a post office, five dead kangaroos…] told us, that the road to Mungo NP was open. But we would have to hurry, cause there would be rain tomorrow again. After that weh ad a short stop again therefor Roland had another idea for a delicious meal: banana with Nutella… The dirt rodd seemed endless until we reached Pooncarie – just look to the town’s welcome sign… But there was a nice cafe with hot chocolat beside the Darling. Behind Pooncarie the road was sealed, so we could go on faster- until the raod to Mungo NP wich is a loooong dirt road again…








Doch wir kamen an, zu den riesigen Dünen des ausgetrockneten Lake Mungo. Ich brauche es nicht zu beschreiben, die Fotos sagen schon aus, warum das ein Unesco Weltkulturerbe ist.
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When we reached the ancient lakes with its fantastic dunes, it was clear why Mungo is an Unesco World Heritage.










Was wir vergaßen, war zu tanken… die Nadel zeigte bereits Ende Gelände, aber es gab auch keine Tankstelle im Umkreis von 150 km… Eigentlich war geplant die Nacht in Mungo zu verbringen, aber die Ranger rieten uns davon ab, da die Straßen durch den vorher gesagten Regen wieder unpassierbar würden… Also blieb uns nichts weiter übrig, als über eine andere Sandpiste Richtung Zivilisation zu düsen. Nach endloser Fahrt erreichten wir Gol-Gol, ein kleines Nest an den Ufern des Murray River, wo wir zelteten. Es gab genug Benzin, genug Wasser und sogar eine gut ausgestattet Küche, wo wir uns verköstigen konnten.
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We couldn’t spend the night in Mungo as planned, as the weather forecast said it’s going to rain. We had no fuel at all, there was no gas station for the next 150 km, but we had no choice. Finally we reached Gol-Gol at the banks of the Murray River. Enough fuel, enough water and a happy night in the camp ground‘s kitchen.




Am nächsten Morgen setzten wir die Fahrt fort. Die Landschaft, die Hay Plains, sind so flach und endlos, dass man gar nicht glauben kann, wie flach so ein Land eigentlich sein kann! In Balranald, weltberühmt für seine Frosch-Skulpturen, genossen wir einen Kaffee beim Dorf-Bäcker und beobachteten alte Omas beim Formel-Eins-Test der Elektro-Rollstühle.
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We continued our trip trought the Hay Plains. What a flat country! For hours the landscape didn’t change, it was just flat, flat, flat… In Balranald, wold famous for it's frog sculptures, we have seen a race of old ladys in eletric wheel chairs and had have a coffee that wasn‘t that bad.






Im kleinen Örtchen Maude machten wir an den Ufern des Murrumbidgee River unsere nächste Rast. Es wurden geboten: 4 Häuser, eine öffentliches Klo und ein Dorf-Laden, in dem alles schon ziemlich alt war (um politisch korrekt zu bleiben). Nach weiteren 30 Minuten Fahrt erreichten wir schließlich Hay, die größte Stadt im Umkreis von 300km… 2.700 Einwohner, 50.000 tote Kühe und tatsächlich ein Supermarkt. Immerhin. Wir kauften neue Vorräte und speisten im örtlichen Asia-Restaurant. Die beste Errungenschaft aus Hay fanden wir in eine 1-Dollar-Shop: unsere neue Sexsklavin Rebekka, das Plüsch-Kanickel. Sie kommunizierte mit uns über ihren Quietsche-Bauch…. Da es außer heißen Hühnern mit dicken Titten nichts weiter zu sehen gab, setzten wir unsere Fahrt auf dem Mid Western Highway fort.
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One reaches the small village of Maude by crossing the wooden Murrumbidgee River Bridge. There are 4 houses, a public toilet and a shop, where everything was … old. After another 30 minutes we reached Hay. And with a population of 2,700 there is a supermarket! So we went shopping and had lunch in an Asian restaurant. We also went to the variety shop and bought a new sex slave – Rebekka the plush rabbit. She was talking to us via her squeaking belly… Except of hot chics with fat tits there was nothing else to see, so went along the Mid West Highway again.





Dann begann es zu regnen. Und zu unserer Überraschung gab es hier draußen, wo nichts und absolut nichts war, einen Regenbogen über dem sonst verdörrten Land. Nachdem der Regen aufhörte, erlebten wir ein anderes Schauspiel hautnah: einen kleinen Sandsturm. Die Luft war erfüllt von rotem Staub, für ein paar Sekunden betrug die Sicht dann absolut Null, sodass wir einen Crash fürchteten. Doch es passierte nichts und die Wolke setzte Ihre Reise fort.
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Then the rain was starting… and we have seen a rainbow in the dry land of nothing. After the rain stopped we joined another phenomenom: a sand storm! The air was full of red dust and for a few seconds we couldn‘t see anything.





Da es so stark regnete, konnten wir unser eigentliches Ziel, den Cocoparra National Park nicht erreichen, die Straßen waren geflutet. Also musste wir in der Dämmerung etwas anderes finden. Wir kamen in die kleine Siedlung Rankins Springs. 30 Einwohner, 10 Häuser, die meisten verrottet, ein Pub, der sich an den zum Verkauf stehenden Dorf-Landen schmiegt… In Rankins Springs gab es auch einen Campingplatz- doch entschieden wir uns aufgrund des Regens, im örtlichen Motel zu nächtigen… für $80 gab es einen … OH-MEIN-GOTT… Der Charme des Duisburger Bahnhofsklos machte sich breit. Aber immer noch besser als nass werden.
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Because it was raining so strong we couldn’t go to Cocoparra National Park as the road was flooded. So we were looking after another campside – and we found it in the Rankins Springs. 30 inhabitants, 10 houses, most oft hem rotten, and a pub next to the old convinience store… But the rain was so strong we decided to stay in the village’s one and only motel. For just $80 per night we stayed in the worlds most comfortable lodge… OH MY GOD.





Nachdem Roland unsere Sexsklavin Rebekka misshandelt hatte, begaben wir uns in den Pub nebenan. Dieser war nicht nur die wunderschönste Lokalität in der ich je ein Bier trank. Nein, auch waren wir die einzigen Gäste. Auf dem Sofa allerdings lagen die zwei Pub-Besitzer, glotzen in den Fernseher und sahen aus, als hätte sie seit ungefähr fünf Jahren keine Dorfschönheit mehr nakt gesehen.
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After Roland treated sexslave Rebecca, we joined the pub… It was not only a beautiful location but also we were the only guests, except the owners, who haven’t seen a naked woman for at least 5 years… Surprise, surprise…!

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In der Nacht wurden wir aufgeschreckt, als Roland einen lauten Schrei von sich gab – mittels der charmanten Neobeleuchtung des Zimmers war die Ursache schnell erkannt: Eine fette Kakerlake, die es sich unter seiner Bettdecke bequem gemacht hatte. Das Frühstück fiel wie immer opulent aus, sodass wir gewappnet waren, um heute die letzte Strecke zurück nach Sydney fortzusetzen. Wir uberquerten die Grenze der Fruchtfliegenfreien Zone, wo man dem fiesen Monster ein Denkmal setzte... Unterwegs trafen wir auf den ersten netten Ort seit über 2.000 km. West Wyalong ist zwar auch ein Kaff vor dem Herrn, doch sah es tatsächlich aus wie eine richtige kleine Stadt. Und es gab sogar einen Biolanden, den Roland sofort begutachtete.
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During the night, the was a scream – from Roland. We switched on the charming fluorescent light of our room and we saw it: a fat cockroach was under his bedspread, climbing onto his feet.
The breakfast next morning was a good as alway and we went into the car again for our final desitnation: Sydney. We passed the border of the friut fly exclusion zone, were the monsters got a memorial... In the town of West Wyalong, the first really nice town since more than 2,000 km, we had a break. Roland went shopping in the town’s wholefood shop.





Nachdem wir Forbes und weitere Käffer passiert hatten, machten wir „kurz vor“ Sydney noch einen Abstecher zu den Borenore Höhlen, was ich gegen den Protest von Frank und Roland durchsetzen konnte. An den Höhlen verspeiste Roland wiederum eine Banane mit Nutella, während ich endlich mal einen Kookaburra, den „Lachenden Hans“, aus der Nähe fotografieren konnte.
Wir waren die einzigen Menschen weit und breit, als wir die kleine Höhle durchquert en. Frank und Roland mussten zugeben, dass es sich doch gelohnt hatte. Zufrieden fuhren wir weiter, durchquerten Orange, Bathurst und sonstige Pampa, um schließlich den Highway über die Blue Mountains zu passieren. In Katoomba bogen wir schnell ab, um von den Klippen an den „Three Sisters“ den Sonnenuntergang zu sehen. Zwar war die Sonne schon hinter den Bergen verschwunden, aber die Aussicht war trotzdem schön. Allerdings brauste der eiskalte Wind hier oben so sehr, dass es nur ein kurzes Intermezzo werden sollte. Nach dem üblichen Stau auf der Paramatta Road und unerträglicher Hässlichkeit der Sydneyer Vororte setzten wir Roland in schicken Paddington ab und fuhren in die Stanley Street.
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After we passed Forbes and other villages, we went to Borenore Caves, against Roland’s and Frank’s will. Roland had the Nutella bananas again, meanwhile I could take photos of a kookaburra, which was sitting right next to me.
Frank and Roland though, the caves were much better than expected, so all uf us were satisfied and we continued in the direction if Sydney. In Katoomba we stopped for sunset at the Three Sisters. Well, the sun was already gone, but the view was gorgeous anyway. Also „gorgeous“ was the strong and cold wind there… So it was just a quick stop and we joined the traffic yam on Paramatta Road. Back in Sydney, we brought Roland back home in Paddinton and finally arrive in Stanley Street.






Wir schafften gut 3.000 Kilometer in sechs Tagen und haben dabei nicht ein einziges Skippy totgefahren. Das soll drei Priscillas aus Sydney erst mal einer nachmachen!
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Our trip was six days long and we went on the road for almost 3,000 km. And three new Priscillas from Sydney did not hit a skippy!